Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit, ein Begriff, der heute allgegenwärtig scheint, hat seinen Ursprung in einem bemerkenswerten internationalen Vorhaben: der Brundtland-Kommission.
Diese von den Vereinten Nationen 1983 ins Leben gerufene Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED) hatte den ehrgeizigen Auftrag, eine Zukunftsvision für die Menschheit zu entwickeln—eine Vision, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Herausforderungen miteinander in Einklang bringt (WCED, 1987).
1987 veröffentlichte die Kommission ihren einflussreichen Bericht „Our Common Future“. Es war dieses Dokument, das den Begriff der nachhaltigen Entwicklung prägte und eine Definition lieferte, die bis heute Maßstäbe setzt: „Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs“ (WCED, 1987, Kapitel 2). Auf Deutsch übersetzt bedeutet dies: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der heutigen Generation erfüllt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“
Diese einfache, aber tiefgreifende Definition geht über den reinen Umweltschutz hinaus. Sie betrachtet Nachhaltigkeit als ein komplexes Gleichgewicht, in dem wirtschaftliche Fortschritte, soziale Gerechtigkeit und ökologisches Bewusstsein untrennbar miteinander verbunden sind. Indem sie diese Dimensionen miteinander verknüpft, hat die Brundtland-Kommission ein globales Bewusstsein dafür geschaffen, dass langfristige Entwicklung nur dann gelingt, wenn heutige Entscheidungen die Chancen künftiger Generationen nicht beeinträchtigen.
Seit der Veröffentlichung von „Our Common Future“ ist diese Definition zu einem Eckpfeiler im Diskurs um Nachhaltigkeit geworden. Sie bildet die Grundlage für viele Umweltpolitiken, beeinflusst die Verantwortung von Unternehmen und regt dazu an, unsere gesellschaftliche Entwicklung zu überdenken. Nachhaltigkeit ist mehr als ein Ziel; sie ist ein fortwährender Prozess, der erfordert, dass wir nicht nur an das Heute, sondern auch an das Morgen denken (WCED, 1987).
"Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der heutigen Generation erfüllt,
ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“
ESG
Ich hab in den Kommentaren zu diesem Post auf Linkedin den Hinweis auf ESG bekommen. Dieser ist sehr wertvoll und daher werde ich ihn in diesem Artikel nachträglich kurz aufgreifen.
ESG
Environmental, Social and Corporate Governance (kurz ESG; englisch für: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) sind Kriterien und Rahmenbedingungen der Vereinten Nationen (UN) und Finanzinstituten für die Berücksichtigung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen innerhalb von Unternehmensführungen, öffentlichen Körperschaften, Regierungen und Behörden.
(Wikipedia, aufgerufen am 22.2.2025)
ESG (Environmental, Social, Governance) bezeichnet Kriterien zur Bewertung der Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.
• Umwelt (Environmental): Einfluss auf Klimaschutz, Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung.
• Soziales (Social): Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Diversität und gesellschaftliches Engagement.
• Unternehmensführung (Governance): Transparenz, ethische Standards, Unternehmensstrukturen und Compliance.
ESG wurde 2004 durch eine UN-Initiative geprägt und hat sich zu einem zentralen Faktor in Unternehmensstrategien und Investitionsentscheidungen entwickelt. Unternehmen, die ESG-Kriterien einhalten, gelten als langfristig widerstandsfähiger und nachhaltiger.